Wohngeld Berater steht vor der Elbe und bietet seine Wohngeld Hilfe in Hamburg an

Wohngeld-Hilfe in Hamburg – Ein Stück Gerechtigkeit 

Für mich ist Wohngeld-Hilfe ein kleiner Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. Dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, im Alter drohende Armut fürchten müssen, ist nicht nur bedauerlich, sondern eine grobe politische Verfehlung. Gerade Seniorinnen, die vielleicht nicht im gleichen Maße einer Lohnarbeit nachgegangen sind, sondern unentgeltlich Hausarbeit geleistet haben, beziehen geringere Renten. Und das, obwohl sie einen Haushalt geführt, Kinder erzogen und somit zur nächsten Generation von Arbeitskräften und Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern beigetragen haben. Und nun müssen sie abwägen, was sie in ihren Einkaufswagen legen und ob nach der Mietzahlung noch Geld für Kaffee, Kuchen oder vielleicht einen kleinen Ausflug übrig bleibt? Gerecht ist das nicht. Deshalb biete ich Wohngeld-Hilfe für Seniorinnen und Senioren in Hamburg an.

Wie ich zur Wohngeld-Hilfe in Hamburg gekommen bin

Wie auch meine Klientinnen und Klienten meiner Wohngeld-Hilfe in Hamburg bin ich gut in der zweiten Lebenshälfte angekommen. Ich blicke zufrieden auf die sogenannte „Karriere“ in der Privatwirtschaft zurück: 30 Jahre als Diplom-Kaufmann im Vertrieb und Marketing – eine aufregende und herausfordernde Zeit. Eine Zeit, die wiederum wenig Raum für andere Aufgaben und Interessen ließ. Daher freue ich mich über die neu gewonnene Freizeit und die Möglichkeit, mich einem Thema zu widmen, das mich genauso betrifft wie meine Klientinnen und Klienten: ein gutes Leben im Alter.

Noch bevor ich mit der Wohngeld-Hilfe begonnen habe, übernahm ich 2021 ein Ehrenamt als Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung in Hamburg-Eidelstedt. Als einer von 2.600 Rentenberatern in Deutschland bot ich eine offene Sprechstunde an, informierte über Möglichkeiten zum Rentenbeginn und klärte über die gesetzliche Rentenversicherung auf. Ziel war es, individuelle Lösungen zu finden – abhängig vom persönlichen Lebensweg. Hier wurde mir bewusst, dass das Ehrenamt nicht nur inhaltlich anspruchsvoll ist, sondern auch emotional sehr fordernd sein kann. Durch meine bis heute 598 Beratungsgespräche und Anträge gewann ich nicht nur einen umfassenden Überblick über Einkommensverhältnisse, sondern auch über die Sorgen und Nöte der Menschen, die ich beraten habe.

An ein Beratungsgespräch erinnere ich mich ganz besonders genau: Am 21. Dezember 2022 kam Frau Leokadia, Jahrgang 1947, zu mir in die Sprechstunde, um Witwenrente zu beantragen. Wenige Wochen zuvor war ihr geliebter Ehemann im Alter von 81 Jahren verstorben. Frau Leokadia erzählte mir von ihrem gemeinsamen Leben in der Eisenbahnersiedlung in Eidelstedt – Wohnungen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren im Auftrag der Deutschen Bundesbahn errichtet wurden und aus denen im Laufe der Zeit der Hamburger Stadtteil Eidelstedt entstand –, wie sie dort seit den frühen 1970er-Jahren gewohnt und ihre vier Kinder großgezogen hatte. Nach mehr als 40 Jahren in derselben Wohnung und fast 60 Ehejahren folgte der Tod ihres Mannes. Und die Frage: Kann ich künftig die Miete alleine zahlen?

Kein Luxus-Penthouse, nein, bescheiden und zufrieden auf knapp 55 Quadratmetern. Von dieser Geschichte war ich tief bewegt. Ein Mensch, der sich jahrzehntelang um Haushalt, Ehemann und Kinder gekümmert hatte. Mit dem Haus älter geworden – mehr als nur ein Dach über dem Kopf, sondern ein Zuhause. Der wohl wichtigste Ort, den wir haben. Nicht umsonst spricht man bei Menschen, die auf der Straße leben, von „Obdachlosen“ – Menschen ohne Dach. Ein einzelner Schicksalsschlag katapultierte Frau Leokadia in eine ungewisse Zukunft voller Angst: Was passiert mit meiner Wohnung und mit mir, wenn ich mir die Miete nicht mehr leisten kann? Die Kinder sind ausgezogen, der Ehemann verstorben – das, was bleibt und Halt gibt, sind nun die Wände und Erinnerungen. Dieses emotionale Erlebnis war für mich Anlass, nicht nur weiter als Rentenberater tätig zu sein, sondern gezielt Wohngeld-Hilfe zu leisten.

Zwei Jahre Wohngeld-Hilfe in Hamburg

Die Entscheidung fiel am 21. Dezember 2022 – und weil ich ein großer Freund von Taten bin, stellte ich noch am selben Tag für Frau Leokadia meinen ersten formlosen Wohngeldantrag. Weil ich es damals nicht besser wusste, erschöpfte sich meine Wohngeld-Hilfe in Hamburg zunächst darin, den Wohngeldrechner online aufzurufen und ihn mit den Angaben von Frau Leokadia zu befüllen. Nach dem formlosen Antrag unterstützte ich Frau Leokadia bei der weiteren Korrespondenz mit dem Wohngeldamt Hamburg-Eimsbüttel. Diese erste Wohngeld-Hilfe wurde schließlich mit Erfolg belohnt: Der spätere Bewilligungsbescheid bestätigte einen monatlichen Betrag von knapp 100 Euro. Das lag zwar deutlich unter dem durchschnittlich ausgezahlten Wohngeldbetrag von etwa 370 Euro pro Monat, doch die Freude bei Frau Leokadia war groß. 100 Euro mehr – das bedeutete auch: weniger oft die belastende Frage, ob sie sich etwas überhaupt noch leisten kann.

Frau Leokadia war kein Einzelfall und ich wollte meine Wohngeld-Hilfe nicht dem Zufall überlassen. Immerhin kamen die Seniorinnen und Senioren ursprünglich zu mir in die Rentenberatung, mit Fragen rund um den Renteneintritt – nicht unbedingt mit dem Thema Wohngeld. Dieses rückte meist erst im Verlauf des Gesprächs in den Fokus. Ich wollte gezielter mit Menschen in Kontakt treten, die Unterstützung bei Wohngeldanträgen benötigen. Zumal das politische Timing auf meiner Seite war: Die Wohngeldreform trat im Januar 2023 in Kraft und erweiterte den Kreis der Wohngeldberechtigten – auch in Hamburg. Gleichzeitig erhöhte sich der Betrag des zustehenden Wohngeldes deutlich.

Zur gleichen Zeit suchte das Kulturhaus Eidelstedt einen neuen Wohngeld-Berater. Da ich dort bereits meine Sprechstunde für die Rentenberatung anbot, erschien mir diese Gelegenheit als ideal. Ich bewarb mich für das Amt und begann daraufhin, zweimal im Monat eine Wohngeld-Sprechstunde anzubieten. So startete meine professionelle Wohngeld-Hilfe für Seniorinnen und Senioren in Hamburg-Eidelstedt offiziell am 1. Mai 2023. Ich freute mich über den großen Zulauf: Die Liste zur Wohngeldberatung, die ich an die Tür meines Büros hing, war innerhalb weniger Stunden vollständig ausgefüllt. Das zeigte deutlich den Bedarf – den Bedarf an Menschen, die Wohngeld-Hilfe brauchen, weil sie mit der Antragstellung schlicht überfordert waren.

Von Wohngeld-Hilfe vor Ort zu Wohngeld-Hilfe online

Schnell hatte ich meine ersten 200 Wohngeldanträge gestellt und sie wurden auch bewilligt. Eine gewisse Routine hatte sich eingestellt. Auch die Einsicht: Meine Wohngeld-Hilfe beschränkte sich bisher auf den Raum Eidelstedt. Die meisten kamen, weil sie über Bekannte von meiner Sprechstunde gehört hatten – und vom Erfolg. Ich freute mich, wie sich das herumsprach, und es war ein schönes Gefühl, empfohlen zu werden. Lokaler Zusammenhalt, Betreuung von Menschen, die teils meine unmittelbaren Nachbarinnen und Nachbarn sind und nur ein paar Straßen weiter zur Miete oder im Eigentum wohnen. Ich lernte meinen Stadtteil noch besser kennen – und die vielen Geschichten, die ihn prägen.

Und dennoch: Wohngeld im Alter ist kein Thema, das sich auf Eidelstedt beschränken lässt. Immer noch wissen zu wenige Hamburgerinnen und Hamburger über ihren Anspruch auf Wohngeld Bescheid. Die Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg rechnete zu Beginn der Wohngeldreform 2023 mit rund 25.000 zusätzlichen Wohngeldhaushalten. Tatsächlich wurden am Ende jedoch nur etwa 12.500 Erstanträge bewilligt. Diese Zahlen sprechen für sich: Noch immer werden zu wenig Anträge gestellt. Während die für Eidelstedt zuständige Wohngeldstelle in Eimsbüttel mich mittlerweile kennt – oft landeten bis zu zehn Erstanträge in meinem Namen auf den Schreibtischen –, gab es noch fünf weitere Wohngeldstellen in Hamburg, zu denen ich kaum Kontakt hatte.

So entstand die Idee zur eigenen Webseite für Wohngeld-Hilfe online. Ich wollte von mehr Hamburgerinnen und Hamburgern gefunden werden – Menschen, die Wohngeld-Hilfe benötigen, ihren Anspruch prüfen lassen möchten, einen Antrag stellen oder gegen einen ablehnenden Bescheid vorgehen wollen. Auch für jene, für die es nicht mehr so leicht ist, ihre Wohnung zu verlassen und für die selbst der „kurze“ Weg zum Kulturhaus oder zu anderen sozialen Einrichtungen beschwerlich ist. Digitale Wohngeld-Hilfe also – nur einen Klick mit der Maus oder einen Anruf entfernt.

Wissen weitergeben als Teil meiner Wohngeld-Hilfe

Ein großer Aspekt meiner Wohngeld-Hilfe ist es, Wissen weiterzugeben und eine Botschaft klar zu vermitteln: Wohngeld ist kein Almosen – es ist ein Recht. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht aus Nächstenliebe gewährt wird, sondern auf dem Wohngeldgesetz basiert und Menschen mit geringem Einkommen zusteht. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein angemessenes Leben – unabhängig davon, wie hoch die Rente ist. Immerhin bezogen in 2024 mehr als 40 Prozent der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland eine Rente unter 1.100 Euro. Das sind mehr als neun Millionen Rentnerinnen und Rentner.

Das bedeutet: Etwa neun Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Rente, die weit unter dem Durchschnitt liegt, aber nicht gering genug ist, um Grundsicherung zu erhalten. Für diese Menschen lohnt sich eine Prüfung des Wohngeldanspruchs. Der erste Schritt muss sein: Ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es diese staatliche Unterstützung gibt. Denn: Wer von einer Leistung nichts weiß, kann sie auch nicht nutzen. Daher ist Aufklärungsarbeit ein wesentlicher Bestandteil meiner Wohngeld-Hilfe – nicht nur über diese Webseite, sondern auch in Form von Vorträgen bei Sozialverbänden und Stiftungen.

Wohngeld Hilfe: Eine Statistik der Wohngeld Hilfe, die zeigt, dass neun Millionen Rentner eine geringe Rente erhalten
Wohngeld Hilfe: Grafik, die zeigt, dass neun Millionen Renter in Deutschland monatlich weniger als 1.100 Euro Rente erhalten.

Meine Vorträge zum Thema Wohngeld im Alter


So habe ich zum Beispiel über „WohngeldPlus“ und die damit einhergehenden Änderungen bei der Seniorendelegiertenversammlung des Bezirks Eimsbüttel informiert sowie bei der Seniorendelegiertenversammlung der Stadt Hamburg. Über die Frage, warum nicht alle Anspruchsberechtigten erreicht werden, sprach ich bei ver.di Hamburg. Ziel war es, nicht nur allgemein zu informieren, sondern gezielt auf bestehende Missstände hinzuweisen: So gab ich dem NDR Hamburg ein Interview zu den langen Bearbeitungszeiten bei den Wohngeldstellen. Bei der Wohngeldstelle in Altona beträgt die durchschnittliche Bearbeitungszeit derzeit fast ein halbes Jahr. Aus meiner Sicht ist das viel zu lang – denn angemessenes Wohnen ist nichts, das aufgeschoben werden darf. Dafür setze ich mich ein – mit jedem Antrag, den ich gemeinsam mit meinen Klientinnen und Klienten stelle, und für den ich kämpfe.

Wohngeld Hilfe live vor Ort in einem Vortrag zum Thema Wohngeld vor Senioren
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